Kurse und Workshops für Doktorandinnen, Doktoranden und Postdocs

Sie kennen diese Situationen nur zu gut. Die Doktorandin, die seit Monaten am selben Experiment sitzt und deren Kapitel der Dissertation auch einfach nicht fertig werden will. Der Postdoc, der jede Anfrage annimmt, Tag und Nacht arbeitet und nichts zu Ende bringt. Die frisch berufene Nachwuchsgruppenleiterin, die zum ersten Mal ein Team führt und niemanden um Rat fragen kann. Und die Rückmeldung aus der letzten Evaluation, die Ihnen seitdem nicht aus dem Kopf geht.

Sie sind vermutlich selbst an der Laborbank gestanden. Dann wissen Sie, dass hinter diesen Situation selten (praktisch nie) fehlende Motivation steckt.

Mind Matters entwickelt Kurse und Workshops für Forschende, und dass ausschließlich in zwei Themengebieten: Resilienz und Wohlbefinden in der Wissenschaft sowie persönliche Produktivität und Projektmanagement in der Forschung. Unsere Angebote reichen vom Impulsvortrag, zu klassischen Workshops bis zu mehrwöchigen Kursen.

Seit 2018 haben mehr als 1.500 Forschende aus über 30 Universitäten und Forschungseinrichtungen in Europa und darüber hinaus teilgenommen. Sie buchen Plätze. Den Rest organisieren wir.

Unsere zwei Themen

Mentale Gesundheit, Wohlbefinden und Resilienz

Erholung, Umgang mit Rückschlägen, Grenzen setzen, Energie einteilen. Vom Vortrag über Workshops bis zum neunwöchigen Resilience Training, das vorher und nachher misst.

Persönliche Produktivität und Projektmanagement

Projektplanung in klaren Arbeitspaketen, Priorisierung, Fokus, Zusammenarbeit mit der Betreuungsperson. Vom Vortrag über Workshops bis zum siebenwöchigen Kurs Fast Forward.

Warum wir nur zwei Themen anbieten

Überfachliche Qualifizierung für Promovierende kommt meist aus zwei Richtungen. Von Forschenden, die nach der Wissenschaft ein Trainerseminar besucht haben. Oder von Trainingsanbietern, die dasselbe Programm vor jedem Publikum halten, heute vor einer Graduiertenschule, morgen vor einem Vertriebsteam.

Beides kann gut sein. Uns war ein dritter Weg wichtiger: zwei Gebiete, in denen wir unser Berufsleben verbracht haben und bis heute arbeiten. Und ein Publikum, das wir kennen.

Wer bei uns bucht, bucht keine Folien.

Lernen Sie unsere erfahrenen Trainer kennen

DR. NADINE SINCLAIR

Für Produktivität und Projektmanagement steht Dr. Nadine Sinclair. Sie ist Molekularbiologin, hat am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie promoviert und danach 18 Jahre in der Strategieberatung gearbeitet, bei McKinsey und selbstständig. Über 30.000 Stunden Projektmanagement für Forschungseinrichtungen, Stiftungen, Pharma- und Biotech-Unternehmen und Regierungen. Sie leitet bis heute Projekte dort, wo intern die Erfahrung dafür fehlt.

PAUL SINCLAIR

Das Resilienztraining ist ein Tandem. Paul Sinclair bringt die Tiefe aus der Einzelarbeit mit, Jahr für Jahr hunderte Stunden, ein großer Teil davon mit Forschenden. Er ist zertifizierter Compassionate-Inquiry-Practitioner, über zweieinhalb Jahre persönlich von Dr. Gabor Maté und Sat Dharam Kaur ausgebildet und zertifiziert. Nadine bringt den wissenschaftlichen Blick mit, der daraus etwas macht, dem Forschende vertrauen: nachvollziehbar, belegt, anwendbar.

Ich habe selbst am Max-Planck-Institut promoviert. Ich weiß, wie sich eine Woche anfühlt, in der ein Experiment zum vierten Mal scheitert und der Fortschrittsbericht trotzdem fällig ist.

Was ich seitdem in jedem Kurs sehe: Den Forschenden fehlt es nicht an Disziplin. Es fehlt ihnen an Werkzeugen, die nie jemand mit ihnen geübt hat. Fachlich sind sie über Jahre ausgebildet worden. Wie man ein Projekt plant, Prioritäten setzt, sich erholt und mit Rückschlägen umgeht, hat ihnen niemand beigebracht.

Dr Nadine Sinclair

Impuls oder Verhaltensänderung: Was Ihr Ziel wirklich braucht

Ein Vortrag bringt ein Thema auf die Agenda. Ein Workshop schafft Bewusstsein und einen kräftigen Impuls, oft genau das, was eine Gruppe gerade braucht.

Nur ändert sich Verhalten davon selten von allein. Dafür braucht es Anwendung und Übung, über Wochen, am eigenen Projekt. Übung macht den Meister, und Übung braucht Zeit, Wiederholung und jemanden, der hinschaut.

Deshalb lassen wir Workshops selten für sich allein stehen. In der Regel gibt es eine kurze Vorbereitung davor und mindestens einen Berührungspunkt danach, damit das Gelernte im Arbeitsalltag ankommt und nicht im Ordner verschwindet. Auch ein Tag kann viel bewegen, wenn er richtig eingebettet ist.

Welches Format zu Ihrem Ziel passt, sagen wir Ihnen offen. Auch wenn es das kleinere ist.

Die zwei mehrwöchigen Kurse

Fast Forward, sieben Wochen. Projekt-, Zeit- und Selbstmanagement für Doktorandinnen, Doktoranden und Postdocs: Planung in klaren Arbeitspaketen, Priorisierung, Fokus und die Zusammenarbeit mit der Betreuungsperson. Angewendet wird alles am eigenen Forschungsprojekt, nicht an Fallbeispielen.

Resilience Training, neun Wochen. Erholung, Umgang mit Rückschlägen, Grenzen setzen, Energie einteilen. Für Promovierende, Postdocs und erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Jede Klasse beginnt und endet mit dem Personal Resilience Indicator, unserem validierten Messinstrument für Resilienz. Am Ende steht kein Gefühl, sondern ein Vorher und ein Nachher.

Neun Workshops für die Themen, die immer wiederkommen

Resilienz, mit PRI-Messung für jede teilnehmende Person und einem anonymisierten Gesamtbild für Ihre Einrichtung. Fokus und Aufmerksamkeit. Fokus mit ADHS. Schlaf. Arbeiten mit der eigenen Biologie, also Chronotyp und Energie. Perfektionismus. Imposter-Syndrom. Die Zusammenarbeit mit der Betreuungsperson. Und The Academic Athlete, unser Modell für Leistung, die ein Forschungsleben lang trägt.

Für viele Einrichtungen ist der Resilienz-Workshop der natürliche Einstieg. Ihre Forschenden bekommen einen persönlichen Ausgangspunkt, Ihre Leitung ein anonymisiertes Gesamtbild, das zeigt, wo Investitionen am meisten bewegen. Zuschnitt, Vorbereitung und Nachbereitung stimmen wir mit Ihnen ab.

Alle neun Workshops im Detail (auf Englisch) →

Wie Sie Kurse einkaufen, ohne selbst Termine zu organisieren

Sie kennen den Ablauf: Termin finden, Raum buchen, Mindestteilnehmerzahl erreichen, Erinnerung schreiben. Am Ende hängt alles an einem einzigen Kalendertag, und wenn der kippt, beginnt die Planung von vorne.

Bei unseren mehrwöchigen Kursen läuft es anders. Sie finden mehrmals im Jahr statt, institutionsübergreifend. Sie buchen Plätze, ab einem einzigen, gestaffelt nach Ihrem Jahresvolumen. Ihre Doktorandinnen und Doktoranden steigen in die nächste Klasse ein. Die Organisation liegt bei uns.

Kleine Einrichtungen müssen also keinen Raum voll bekommen.

Dazu kommt etwas, das in unseren Rückmeldungen häufiger auftaucht als jedes einzelne Werkzeug: Ihre Teilnehmenden sitzen neben Forschenden aus anderen Häusern. Für viele ist das der erste ehrliche Austausch über Dinge, die man im eigenen Institut nicht so leicht anspricht.

Workshops und Vorträge planen wir dagegen individuell mit Ihnen, inklusive Vor- und Nachbereitung.

Wir machen Veränderung messbar

Weiterbildung konkurriert intern um Budget, und „den Teilnehmenden hat es gut gefallen“ gewinnt diesen Wettbewerb selten.

Deshalb messen wir. Das Resilience Training erhebt vor und nach dem Kurs dieselben validierten Kennwerte: für jede Person vertraulich, für Ihre Einrichtung anonymisiert auf Gruppenebene.

69% → 34%

der Anteil der Teilnehmenden im Risikobereich für Angst

Im zuletzt ausgewerteten Kurs sank der Anteil der Teilnehmenden im Risikobereich für Angst von 69 auf 34 Prozent. Die Arbeitszeit blieb dabei unverändert. Gewonnen wurde also nichts auf Kosten der Forschung.

Sie bekommen, was kein Feedbackbogen liefern kann: einen dokumentierten Vergleich von vorher und nachher, mit dem Sie in die nächste Budgetrunde gehen können.

Wie wir denken

Wir schreiben regelmäßig darüber, was in der Forschung wirklich hilft und was nur gut klingt: Projektplanung, Fokus, Erholung, Betreuungsverhältnisse. Die Artikel sind auf Englisch und geben Ihnen den schnellsten Eindruck davon, wie wir arbeiten.

Sie promovieren selbst?

Dann beschreibt diese Seite vielleicht gerade ziemlich genau Ihr Jahr.

Zwei Wege stehen Ihnen offen. Sie können unabhängig von Ihrer Einrichtung teilnehmen, etwa über Projekt- oder Qualifizierungsmittel. Oder Sie schicken diese Seite an die Person, die bei Ihnen die Weiterbildung verantwortet. Ein Satz genügt: „Das würde bei uns vielen helfen.“ Mehr als eine Zusammenarbeit hat genau so angefangen.

Mind Matters in Kürze

Mind Matters entwickelt Weiterbildung ausschließlich für Forschende und die Einrichtungen, die sie ausbilden, gegründet von Dr. Nadine Sinclair und Paul Sinclair. Zwei Spezialgebiete, seit 2018 mehr als 1.500 Forschende aus über 30 Universitäten und Forschungseinrichtungen in Europa und darüber hinaus. Die Planck Academy der Max-Planck-Gesellschaft führt uns in ihrem geprüften Anbieterkreis für Projekt- und Prozessmanagement sowie Healthy Work und Resilienz. Die Kurse finden auf Englisch statt, die Abstimmung mit Ihnen auf Deutsch.

Häufige Fragen

Wer bietet Kurse und Workshops für Doktoranden an?

Neben den internen Programmen der Universitäten gibt es spezialisierte Anbieter wie Mind Matters. Bei uns: neun Workshops, zwei mehrwöchige Kurse und Vorträge, ausschließlich für Doktorandinnen, Doktoranden, Postdocs und die Einrichtungen, die sie ausbilden. Seit 2018 haben mehr als 1.500 Forschende aus über 30 Universitäten und Forschungseinrichtungen teilgenommen.

Bieten Sie auch Projektmanagement-Kurse für Doktorandinnen und Doktoranden an?

Ja. Fast Forward läuft sieben Wochen und behandelt Projektplanung, Priorisierung, Zeitmanagement und die Zusammenarbeit mit der Betreuungsperson. Angewendet wird alles am eigenen Forschungsprojekt statt an Fallbeispielen. Geleitet wird der Kurs von einer promovierten Naturwissenschaftlerin mit über 30.000 Stunden Projektmanagement-Praxis.

Wir haben bereits ein eigenes Weiterbildungsprogramm. Warum noch externe Kurse?

Diese Frage hören wir oft, und sie ist berechtigt. Die meisten internen Programme decken Vorträge und Workshops gut ab. Schwieriger wird es dort, wo Verhaltensänderung über Wochen begleitet werden muss, weil das intern kaum jemand leisten kann. Genau da setzen unsere Kurse an. Wenn ein Workshop für Ihr Ziel reicht, sagen wir Ihnen das.

Wie können Graduiertenschulen und Postdoc-Offices externe Trainings einkaufen, ohne selbst Workshops zu organisieren?

Über Plätze in laufenden Kursen. Ihre Einrichtung bucht eine Anzahl Plätze pro Jahr, ab einem einzigen, gestaffelt nach Volumen. Ihre Forschenden steigen in die jeweils nächste Klasse ein. Terminplanung, Durchführung und Betreuung liegen vollständig bei uns. Workshops und Vorträge stimmen wir individuell mit Ihnen ab.

Was kostet ein Platz?

Die Preise gelten je Platz und sinken mit dem Jahresvolumen Ihrer Einrichtung: ab 250 € je Platz zzgl. MwSt. in der höchsten Volumenstufe. Einzelne Forschende zahlen 850 €. Die vollständige Staffelung für beide Kurse senden wir Ihnen gern vorab zu oder besprechen sie im Gespräch.

Welche Workshops bieten Sie für Graduiertenschulen an?

Neun Themen, alle ausschließlich für Forschende entwickelt: Resilienz mit PRI-Messung, Fokus und Aufmerksamkeit, Fokus mit ADHS, Schlaf, Arbeiten mit der eigenen Biologie, Perfektionismus, Imposter-Syndrom, die Zusammenarbeit mit der Betreuungsperson und The Academic Athlete. Dazu Vorträge für größere Runden.

Ich promoviere und meine Einrichtung arbeitet nicht mit Ihnen zusammen. Kann ich trotzdem teilnehmen?

Ja. Einzelne Forschende können unabhängig von ihrer Einrichtung buchen, häufig über Projekt- oder Qualifizierungsmittel. Und wenn Sie möchten, schicken wir Ihnen ein Kurzprofil, mit dem Sie den Kurs in Ihrer Einrichtung vorschlagen können.

Finden die Kurse auf Deutsch statt?

Die Kurse selbst finden auf Englisch statt, weil die Klassen institutionsübergreifend und international zusammengesetzt sind. Die Abstimmung mit Ihrer Einrichtung, Beratungsgespräche und Berichte sind auf Deutsch möglich.

Wie es weitergehen kann

Je nachdem, wo Sie gerade stehen:

Sie wollen wissen, was die Kurse konkret enthalten? Die englischen Kursseiten zu Fast Forward und zum Resilience Training gehen Woche für Woche durch.

Sie wollen sehen, ob es wirkt? Die vollständigen Messergebnisse des letzten Kurses sind veröffentlicht, mit allem, was sich nicht verändert hat.

Sie wollen erst einmal prüfen, wie wir denken? Dann fangen Sie mit einem unserer Artikel an.

Abschluss

Und wenn Sie Plätze oder einen Workshop für Ihre Einrichtung prüfen möchten, ist ein Gespräch der schnellste Weg: 30 Minuten auf Deutsch, mit den Terminen der nächsten Klassen und der Staffelung für Ihr Volumen. Das Kurzprofil für Ihre Gremien gibt es als PDF zum Weiterleiten.

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